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Pressemeldungen Tulln

Universitätsklinikum Tulln zeigt sich stolz - Erzählung von Prim. Paulus Hochgatterer im NÖ Landestheater uraufgeführt

Prim. Paulus Hochgatterers Kriegserzählung „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ wurde erstmals durch den jungen Regisseur Moritz Beichl im niederösterreichischen Landestheater uraufgeführt. Es zeigt einmal mehr, dass in Prim. Hochgatterer, Leiter der Klinischen Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Tulln, nicht nur ein renommierter Kinderpsychiater steckt, sondern auch ein erfolgreicher Buchautor.

2017 wurde die Erzählung von Paulus Hochgatterer als Buch erstmals veröffentlicht und am 8. März 2019 war es dann bereits so weit, die Kriegserzählung „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ hatte ihre Uraufführung. Der Erfolg wird durch ausverkaufte Vorstellungen mehr als anerkennend bestätigt.

Aus Sicht der jüngsten Generation schildert Paulus Hochgatterer in dieser Erzählung die Tage der Karwoche im März 1945 auf einem Bauernhof im niederösterreichischen Mostviertel. Die Russen sind schon in Wien, aber das Ende des Zweiten Weltkrieges ist hier noch nicht in Sicht. Seit Kurzem lebt das Mädchen Nelli bei der Familie Leithner. Nelli ist ein dreizehnjähriges Mädchen, elternlos, traumatisiert und offenbar ohne Erinnerung. Aus ihrer Perspektive wird die Geschichte erzählt. „Sie sagen, ich heiße Nelli. Manchmal glaube ich es, manchmal nicht.“ In ihrem Kopf, sagt Nelli, sei „alles weggebombt“. Nelli schreibt gerne, sie notiert, was auf dem Hof und im Dorf passiert. Sie nimmt sprichwörtlich das Heft in die Hand und schreibt auf, was passiert sein könnte und passieren sollte. „Die Menschen hier sprechen nur das Notwendigste, sind pragmatisch. Das Leben geht trotz Blutvergießens weiter“. Mit dieser Deutungshoheit eröffnet sie einen fast versöhnlichen Blick auf die Schrecken der Gegenwart, basierend auf der persönlichen Familiengeschichte des Schriftstellers und Kinderpsychiaters.
„Meine Eltern haben ihr Leben lang erzählt. Ich habe es als Privileg empfunden. Sie haben Geschichten erzählt, die mit Schmerz und schwierigen Erfahrungen in ihrer eigenen Kindheit zu tun hatten, vor allem von der Zeit des Zweiten Weltkrieges und danach“, so Hochgatterer.
„Die betroffene Generation, die uns vom Krieg erzählen könnte, stirbt aus. Die Verantwortung liegt bei den Kindern dieser Generationen, diese Geschichten weiterzuerzählen. Wir haben eine Verantwortung, eine Erinnerungskultur zu schaffen“.
       


Bild
© wort.spiele THALHOF


Medienkontakt
Universitätsklinikum Tulln
Sabrina Trinkl
Pressekoordinator
Tel.: +43 (0) 2272 / 9004 – 19449
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