Durch die orange Brille schauen #orangetheworld2021

TULLN – Der Spätsommer hat sich endgültig verabschiedet und damit verlagert sich das soziale Leben wieder vermehrt nach drinnen. Die räumliche Enge, die verstärkte Konfrontation miteinander, die begrenzteren Möglichkeiten sich auszuweichen, führen häufig zu einem Anstieg (innerfamiliärer) Gewalt.

Obwohl davon auszugehen ist, dass eine von fünf Frauen in Österreich von häuslicher Gewalt betroffen ist, findet nur ein kleiner Teil der Betroffenen den Weg in entsprechende Hilfsorganisationen. Oftmals ist die Scham darüber, das Opfer von Gewalt zu sein, oder die Angst davor, welche Konsequenzen es haben könnte, wenn die Gewalt bekannt wird, zu groß. Um den Betroffenen ein Stück entgegenkommen zu können und sie fühlen zu lassen, dass sie nicht alleine in ihrer Situation verharren müssen, sondern dass es Möglichkeiten und Lösungen geben kann, braucht es Einfühlungsvermögen, Sensibilität und eine urteilsfreie Kommunikation.

>> Ich schaue hin! Ich sehe dich. Ich sehe was du bisher ausgehalten und geschafft hast und ich bin hier, um dich auf deinem weiteren Weg zu begleiten. <<

Ab dem 25.November werden die Helikoptertürme des Universitätsklinikum Tulln wieder für 16 Tage in orangem Licht erstrahlen, um auf die internationale Aktion „Orange the World“ aufmerksam zu machen. Das Universitätsklinikum Tulln bezieht hiermit klar Stellung, gegen Gewalt im Allgemeinen, gegen Gewalt an Kindern und Frauen im Besonderen. Es geht darum sich solidarisch zu zeigen und klar zu signalisieren, dass die Mitarbeiter:innen des Tullner Klinikums auch dort hinschauen, wo zu oft weggeschaut wird. Den Menschen, die von Gewalt betroffen sind, wird ein sicherer Rahmen zur Verfügung gestellt, in dem sie Hilfe und Unterstützung bekommen. Doch das geht nicht alleine. Hierfür benötigt es Zusammenhalt und Vernetzung. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass sich heuer auch die Tullner Stadtgemeinde der Aktion anschließen wird und somit ihren gemeinsamen Schulterschluss gegen Gewalt sichtbar machen möchten.

 

BILDTEXT

Die Beleuchtung der Helikoptertürme des Universitätsklinikums Tulln im vergangenen Jahr.

 

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Universitätsklinikum Tulln
Viola Hirschbeck
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