Einsatzübung: BTF Universitätsklinikum Tulln und Stadtfeuerwehr trainieren gemeinsam

STANDORT TULLN – Im Universitätsklinikum Tulln fand kürzlich eine umfassende Einsatzübung der Betriebsfeuerwehr des Universitätsklinikums Tulln gemeinsam mit der Stadtfeuerwehr Tulln statt. Ziel war es, die Zusammenarbeit im Ernstfall zu optimieren und komplexe Einsatzszenarien unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.

Im ersten Szenario wurde ein Vollbrand eines Patientenzimmers im zweiten Obergeschoß eines Gebäudeteils simuliert. In den angrenzenden Zimmern befanden sich insgesamt sechs zu rettende Personen in ihren Betten. Aufgabe der Einsatzkräfte war es, diese rasch und sicher aus dem verrauchten Bereich zu evakuieren. Dabei kamen spezielle Rettungstaschen mit umluftunabhängigen Fluchthauben und Überdrucksystem zum Einsatz, die einen sicheren Transport durch stark verrauchte Bereiche ermöglichen und zur Spezialausrüstung der Betriebsfeuerwehr des Universitätsklinikums Tulln zählen.

Zusätzlich wurden die Brandbekämpfung sowie der Einsatz von Rauchvorhängen an den Zimmertüren geübt. Für eine möglichst realitätsnahe Darstellung wurde Theaternebel eingesetzt. Insgesamt standen vier Atemschutztrupps im Einsatz, die bewusst aus Mitgliedern der Betriebsfeuerwehr und der Stadtfeuerwehr Tulln gemischt zusammengestellt wurden, um sowohl die Ortskenntnis als auch die Handhabung von Krankenbetten und Spezialausrüstung optimal zu trainieren.

Im zweiten Szenario lag der Fokus auf der Personenrettung vom Hubschrauberlandeplatz. Mittels Drehleiter und Krankentragenaufsatz wurde eine Person vom Landeplatz gerettet – ein wichtiges Notfallszenario für den Ausfall des stationären Liftes. Parallel dazu wurde die Löschwasserversorgung sichergestellt: Ein Hilfeleistungsfahrzeug der Stadtfeuerwehr speiste in die Trockensteigleitung ein, während am Landeplatz selbst die Wasserentnahme über ein Schlauchpaket erfolgte.

„Übungen wie diese sind ein wesentlicher Bestandteil, um im Ernstfall rasch und abgestimmt handeln zu können. Die sorgfältige Organisation und die professionelle Durchführung sind dabei von großer Bedeutung. Besonders hervorheben möchte ich die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadtfeuerwehr Tulln, die wesentlich zum reibungslosen Ablauf beigetragen hat. Mein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden für ihren engagierten Einsatz“, betonte Dipl.KH-BW Andreas Mikl, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikum Tulln-Klosterneuburg.

Insgesamt standen 17 Mitglieder der Betriebsfeuerwehr des Universitätsklinikums Tulln, darunter sechs Atemschutzgeräteträger, sowie 28 Mitglieder der Stadtfeuerwehr Tulln mit mehreren Einsatzfahrzeugen im Übungseinsatz.

Für einen besonderen Abschluss sorgte die Einbindung der „geretteten“ Kinder: Sie durften im Anschluss mit der Drehleiter der Stadtfeuerwehr Tulln bis in rund 30 Meter Höhe fahren und selbst einen Löschangriff praktisch ausprobieren. Ein herzliches Dankeschön gilt hier der Stadtfeuerwehr Tulln für diese besondere Erfahrung.

 

BILDTEXT

Am 13. April fand eine gemeinsame Übung der BTF Tulln und der Stadtfeuerwehr Tulln statt.

 

Fotocredit: Universitätsklinikum Tulln-Klosterneuburg 
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