Schluckstörungen stellen sowohl in der Akutbehandlung als auch in der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen – etwa nach einem Schlaganfall – eine große Herausforderung dar. Sie beeinflussen nicht nur den Krankheitsverlauf, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen maßgeblich. Mit der FEES (Flexible Endoskopische Evaluation des Schluckens) steht eine wichtige diagnostische Methode zur Verfügung, um gefährdende Schlucksituationen frühzeitig zu erkennen und Aspirationspneumonien (Lungenentzündungen, die entstehen, wenn Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel versehentlich in die Atemwege bzw. Lunge gelangen) vorzubeugen. Darüber hinaus ermöglicht die Methode eine gezielte Empfehlung jener Speisen und Konsistenzen, die von Patientinnen und Patienten sicher geschluckt werden können.
Unter der Leitung von PhDr. Michaela Trapl-Grundschober, Ph.D., MAS, MSc (Logopädin im Universitätsklinikum Tulln-Klosterneuburg und FEES-Ausbilderin, spezialisiert auf neurogene Dysphagien), OÄ Dr. Sigrid Schwarz (Neurologin) und Alexander Filbrandt (Logopäde, spezialisiert auf Dysphagien) erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen des Kurses theoretische und praktische Basiskenntnisse zur Anwendung der FEES-Methode. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die gastfreundliche Atmosphäre im Universitätsklinikum Tulln-Klosterneuburg ermöglichten dabei einen intensiven fachlichen Austausch.
Als neurologisches Spezialzentrum mit langjähriger Erfahrung im Bereich Dysphagie und regelmäßigen internen Schulungen zu Schluckstörungen verfügt das Universitätsklinikum Tulln über umfassende Expertise auf diesem Gebiet. Die Austragung des internationalen FEES-Basiskurses unterstreicht diese fachliche Spezialisierung zusätzlich.
BILDTEXT
1.v.l. PhDr. Michaela Trapl-Grundschober, MAS, MSc, 3.v.r. OÄ Dr. Sigrid Schwarz, 10.v.r. Alexander Filbrandt und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des FEES Basiskurses.
Fotocredit: Universitätsklinikum Tulln-Klosterneuburg
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